Apr
06

Seit geraumer Zeit kann man fast täglich in sämtlichen Medien Meldungen zu diesem Thema lesen, hören und sehen. Manch einem mag es mittlerweile schon zum Hals heraushängen. Eigentlich unverständlich, sind denn unsere Kinder nicht unsere Zukunft.

Ich melde mich hier nicht etwa weil ich selbst oder eines meine zahlreichen Kinder betroffen wäre, ich habe mich aber sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt. In einem anderen Forum gibt es unter meiner Beteiligung bereits eine überaus kontroverse Diskussion. Hierbei ist es auffällig wie sekulär unsere Gesellschaft, gerade hier in den Beitrittsgebieten inzwischen ist. Wie sonst läßt sich die Hetze gegen die Kirche allgemein sonst erklären?

Ich bin ein religiöser Mensch und diese Verallgemeinerungen stoßen mir mehr als sauer auf. Dabei gehe ich mit den Meinungen welche eine rasche Aufklärung der Fälle und deren zügige srafrechtliche Ahndung zum Ziel haben konform. Aber darauf beschränkt sich eben nicht das Meinungsbild, es wird sogar gefordert Kirchen als Hort von Abartigkeiten kenntlich zu machen. Das erinnert mich an übelste Zeiten in der deutschen Geschichte.

Soweit zur Einleitung, sofern dies überhaupt erforderlich war.

Mein Hauptanliegen besteht nun aber darin ausreichend Menschen zu finden welche sich nicht nur in Blogs oder Foren und als Kommentatoren bei den Medien zu Wort melden sondern auch bereit sind perönlich auf die Kirchen und staatlichen Stellen Druck auszuüben um dieses Thema zu einem Ergebnis zu führen welches den Interessen unserer Kinder einerseits, denen der bereits existierenden Opfern andererseits sowie den Kirchen und der Gesellschaft gerecht wird.

Die allgemeine Hetze gegen die Kirche und sogar Gläubige muß ein Ende haben, runde Tische nutzen da wenig da dort auch nur Vertreter des Staates und der Kirchen sitzen. Das berechtigte Interesse der Gläubigen an der Ächtung und Verhinderung solcher Taten kommt hierbei zu kurz.

Es ist leider auch Tatsache das seitens des Papstes und des Apparates im Vatikan dieses Thema faktisch als nicht existent, und wenn öffentlich bekannt geworden am liebsten unter die "Rechtssprechung" der Kirche gestellt werden soll.
In den seltesten Fällen werden Kleriker welche sich schuldig gemacht haben auch den weltlichen Gerichten "ausgeliefert".

Leider konnte ich als aktives Gemeindemitglied keinen Gläubigen dazu bewegen meine Idee des offenen Protestes zu unterstützen. Was sind die Ursachen dafür, mir erschließt sich keine sinnvolle Begründung. Auch die angesprochenen Personen konnten mir auf mein Nachhaken hin keine zufriedenstellende Antwort geben. Es kann nicht sein das mit der Bestrafung bis zum jüngsten Gericht gewartet werden soll. Das Stillhalten und nicht darüber Redenwollen ist erschütternd, sind die Kinder nicht des Schutzes wert.

Man kann nun darauf hoffen das es die Eltern erwägen ihre Kinder der religiösen Bildung entziehen, aber ist das die Lösung?

Für mich kommen solch Überlegungen nicht in Betracht. Das hieße auch die Kinder von der Gesellschaft fern zu halten, im extremsten Denkprozess gar keine Kinder mehr zu bekommen.

Soweit zunächst meine Gedanken dazu, ich arbeite bereits daran auch andere Wege zu finden die Gläubigen und auch andere Menschen der Gesellschaft zu finden welche bereit sind hier ein Zeichen zu setzen. Ich hoffe auf rege Beteiligung, eben nicht nur an der Diskussion denn davon gibt es bereits genügend.

1 Kommentare zu Mißbrauch in der katholischen Kirche
  1. strubbelchen
    Meine positive Meinung zum Text kennst Du ja bereits. Ich kann mich dem nur anschließen. Ich lebe zwar keinen Glauben und bin in keiner Weise (mit-)betroffen, aber kann ebenfalls nur appellieren, sich der Diskussion und auch Aktionen anzuschließen, die den Gläubigen die Kraft gibt, sich gegen die Verallgemeinerung in etlichen Medien und Diskussionsplattformen zu wehren. Eine Person allein wird leider nicht viel bewirken können. Und gibt es nur wenige Gläubige? Nein, weit mehr. Also, nutzt die Gunst der "Stunde" (dieser heißen Phase), um der Pauschalisierung entgegenzuwirken.

    Denn die Lösung kann es nicht sein, Kinder nun allen kirchl. Einrichtungen fernzuhalten.

    Steht zu Eurem Glauben, ganz unabhängig des derzeitigen Medienrummels und bezieht Stellung, dass nicht jeder Gläubige ein Täter ist.

    Grüße :-)
    06.04.2010 16:04
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